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Rechnungsabschluss 2020

In der März-Sitzung des Gemeinderates wurde der Rechnungsabschluss des vergangenen Jahres einstimmig verabschiedet

Trotz der Corona-Krise ist die Marktgemeinde St. Johann in Tirol „mit zwei blauen Augen davon gekommen“, wie Bürgermeister Hubert Almberger berichtete. Die Gemeinde hat zwar weniger eingenommen als ursprünglich im Budget 2020 veranschlagt war, unterm Strich steht aber im Ergebnishaushalt erfreulicherweise ein Überschuss.

Dank der gemischten Wirtschaftsstruktur in St. Johann mit vielen Firmenstandorten, vor allem in den Bereichen Handel und Gewerbe aber auch mit Industrie und verschiedenen Dienstleistern kann der Einbruch, den der Tourismus schon seit einem Jahr erleiden muss, etwas leichter verkraftet werden als es in vielen anderen Tiroler Gemeinden der Fall ist. Dennoch hat die Corona-Krise auch St. Johann in Tirol ordentlich getroffen und im Vergleich zu 2019 Einbußen in der Gemeindekasse von 1,464 Millionen Euro verursacht.

Den größten Teil dieser Verluste machen die Ertragsanteile aus, die um rund 860.000,-- Euro niedriger lagen als im Jahr davor. Bei der Kommunalsteuer wurden um 200.000,-- Euro weniger eingenommen als 2019. Dazu ist zu bemerken, dass die Marktgemeinde St. Johann in Tirol vor Corona dank des guten Wirtschaftswachstums jedes Jahr eine merkbare Steigerung der Kommunalsteuer-Einnahmen hatte. Wenn man diesen Umstand miteinberechnet, ist der Verlust bei der Kommunalsteuer somit also noch höher. Der Ergebnishaushalt des Jahres 2020 weist aber trotz der beträchtlichen Mindereinnahmen ein erfreuliches Plus von 758.947,55 Euro auf.

Mit Jahresende 2020 lag der Schuldenstand der Gemeinde bei 6,461 Millionen Euro. Der Verschuldungsgrad stieg durch die Krise von 23,73 auf 33,52 Prozent, was eine mittlere Verschuldung bedeutet. Im Vergleich zu vielen anderen Gemeinden steht St. Johann damit aber immer noch gut da. Dies wurde von den politisch Verantwortlichen auch bewusst in Kauf genommen, weil alle Projekte, die für 2020 geplant waren, auch umgesetzt wurden. Dadurch konnten der heimischen Wirtschaft alle vor der Krise vereinbarten Aufträge zukommen gelassen werden.

Nun blicken die Gemeindeverantwortlichen zuversichtlich in die Zukunft und hoffen, dass die Pandemie so schnell wie möglich in den Griff bekommen werden kann, damit neuerliche Lockerungen erfolgen können. Mit den hoffentlich in absehbarer Zeit erfolgenden Erleichterungen wird allgemein ein wirtschaftlicher Aufwärtstrend prognostiziert, sodass die Gemeinde auch wieder höhere Einnahmen erwartet.

Weitere Informationen finden Sie im offenen Haushalt.